Puppenspieler mit Figur

Ein Figurentheaterfestival- klein aber oho! 25 Jahre herbst-speci-spectacel

Es ist geschafft!
Das 25. herbst-speci-spectacel, das kleine, feine Figurentheaterfestival ist vorbei.
Vom 13.November bis 17.November 2018 gab es vier Figurentheatervorstellungen und eine Lesung im gemütlichen Kloster-Kultur-Keller in Hürtgenwald-Vossenack.

Das Festival ist als ein „Dankeschön“ an all die vielen Helferinnen und Helfer entstanden, die damals bei den großen Figurentheaterfestivals Pupparium Spectaculum nicht wegzudenken waren. Und nun hat sich der „kleine Bruder“ seit einigen Jahren selbstständig gemacht.

Die Gastgeber, das heimische Marionettentheater De Strippkes Trekker, eröffneten den Reigen mit einer quirligen, lustigen und abwechslungsreichen kleinen Bühnenschau. Da spukten unter anderem die Geister, Mäxchen Maus ging auf Käsesuche und am Ende rockte der Bär, so dass der kleine Theatersaal in Schwingungen geriet. Das Publikum, von Jung bis Alt ging euphorisch mit.

Eine kleine, erlesene Zuhörerschaft konnte die Bielefelder Autorin Monika Detering mit ihrem Roman „Der Sommer des Raben“ in eine Liebesgeschichte entführen, die gleichzeitig ein spannender Krimi war und in die Welt der Marionetten entführte. Auch hier bot die heimelige Atmosphäre des Palazzo Puppazzi im Keller den richtigen Rahmen.

Die Gastgeber zeigten dann zum Festabend am Freitag: NUDO- Franz von Assisi, die Inszenierung über das Leben des Ordensgründers Franziskus von Assisi. Im völlig ausverkauften Theater erlebten die gebannten Zuschauer die Wandlung eines reichen, verwöhnten Bürgersohnes hin zum Ordensgründer der franziskanischen Familie, erlebten sie einen Skandal auf der Bühne, der schon vor über 800 Jahren die Stadt Assisi in Aufruhr und Erstaunen versetzte.

Nach dieser Aufführung blieb das Publikum noch lange im Kloster-Kultur-Keller bei der guten Klostersuppe, einem prächtigen Dessert-Buffet und kühlen
Getränken beisammen.

Eleen und Markus Dorner vom Dornerei Puppentheater, aus Neustadt an der Weinstraße, brillierten mit einem Stück für Kinder. Der Superwurm zeigte vor restlos ausverkauftem Palazzo seine super Kräfte, der Froschchor quakte dazu und es blieb eine ungemeine Fröhlichkeit auf den Gesichtern der kleinen und großen Zuschauer nach dieser lustigen und wunderbaren Vorstellung zurück.

Zum Abschluss am Samstagabend quetschten wir dann so viele erwachsene Zuschauerinnen und Zuschauer in den Theatersaal wie selten zuvor.
Markus Dorner zeigte uns mit Ganzkörpereinsatz die tolle Geschichte von Don Camillo und Peppone. Da blieb kein Auge trocken und der Applaus wollte nicht enden. Wir haben während dieser Festtage ganz sicher erneut Menschen für die hohe Kunst des Figurentheaters gewinnen können.

Doch was wäre ein Festival ohne die Dinge drumherum. Da waren Gäste aus den Niederlanden angereist, sogar aus Kelheim bei Regensburg hatten wir lieben Besuch. Da waren die langen Nächte auf der Künstlerklause für die Helferinnen und Helfer, für uns Puppenspielerinnen und Puppenspieler. Da gab es lange und gute Gespräche, da gab es Wiedersehensfreude und Kennenlernen.
Ein junges Ensemblemitglied der Strippkes Trekker drückte es so aus:
„Vielen Dank euch allen für dieses gelungene Festival! Es ist wirklich toll, ein Teil von einer so schönen Theaterfamilie zu sein!“
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
Auf zu neuen Aufführungen und versprochen, auch im Jahr 2019 gibt es wieder ein kleines, feines herbst-speci-spectacel.